(Schleitheim SH). Am frühen Sonntagnachmittag (18.10.2026) hat sich ein Alleinunfall mit einem Roller in Schleitheim ereignet, wobei die Verunfallte erheblich verletzt wurde.
Am Roller entstand hoher Sachschaden.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Unfall: Sonntag, 18. Oktober 2026
- Zeit: Kurz nach 12.30 Uhr
- Ort: Hohbrugg in Schleitheim, Rechtskurve vor dem Zwärenbach
- Fahrtrichtung: Siblingen
- Verunfallte: 61-jährige Rollerfahrerin
- Unfallhergang: Roller fährt geradeaus über die Gegenfahrbahn und kollidiert mit Leitplanke
- Unfallfolge: Frau wird über die Leitplanke geschleudert und landet zwölf Meter entfernt im Wiesenbord
- Verletzungen: Erheblich
- Rettung: Ambulanz und Rettungshelikopter Lions 1
- Strassensperrung: Etwas mehr als eine Stunde
- Unfallursache: Noch ungeklärt
Rollerfahrerin gerät in Rechtskurve auf Gegenfahrbahn
Kurz nach 12:30 Uhr am Sonntag (18.10.2026) fuhr eine 61-jährige Rollerfahrerin in Schleitheim auf der Hohbrugg Richtung Siblingen.
In der Rechtskurve vor dem Zwärenbach fuhr sie aus bislang ungeklärten Gründen mit dem Roller geradeaus über die Gegenfahrbahn und kollidierte mit der Leitplanke.
Frau wird zwölf Meter weit über Leitplanke geschleudert
Die Verunfallte wurde vom Roller über die Leitplanke geschleudert und landete 12 Meter weit entfernt im abfallenden Wiesenbord.
Der Roller kam bei der Leitplanke abrupt zum Stillstand und fiel auf die Strasse.
Erheblich verletzte Frau mit Rettungshelikopter ins Spital geflogen
Bei diesem Alleinunfall zog sich die Rollerfahrerin erhebliche Verletzungen zu.
Durch die ausgerückte Ambulanz-Crew wurde sie medizinisch versorgt, bevor sie mit dem Rettungshubschrauber in ein Spital geflogen wurde.
Hohbrugg für mehr als eine Stunde gesperrt
Der stark beschädigte Roller wurde durch ein privates Bergungsunternehmen abtransportiert.
Während der Unfallaufnahme musste die Strasse Hohbrugg für etwas mehr als eine Stunde gesperrt werden.
Die genaue Unfallursache ist Gegenstand laufender Ermittlungen.
Rettungsdienst, Helikopter und Polizei im Einsatz
Im Einsatz standen drei Angehörige vom Rettungsdienst der Spitäler Schaffhausen, ein Lions 1 Rettungshubschrauber mit Fachpersonal, ein Bergungsunternehmen sowie vier Polizisten der Schaffhauser Polizei.
Polizei.news informiert | Töff- und Rollersicherheit
Mit dem Roller unterwegs: Warum gute Schutzkleidung so wichtig ist
Wer mit einem Roller oder Töff unterwegs ist, verfügt anders als im Auto über keine schützende Fahrgastzelle. Bei einem Sturz oder einer Kollision können deshalb bereits vergleichsweise geringe Geschwindigkeiten zu erheblichen Verletzungen führen.
Die richtige Ausrüstung kann das Verletzungsrisiko deutlich reduzieren. Dabei spielt nicht nur der Helm eine Rolle.
Fünf wichtige Elemente der Schutzausrüstung
1. Gut sitzender Motorradhelm
Ein geeigneter, korrekt befestigter und nach geltenden Normen geprüfter Helm schützt den Kopf bei einem Aufprall. Er sollte fest sitzen, ohne unangenehme Druckstellen zu verursachen. Nach einem starken Aufprall muss ein Helm ersetzt werden, auch wenn äusserlich keine Schäden erkennbar sind.
2. Motorradjacke mit Protektoren
Eine abriebfeste Jacke mit geeigneten Schulter- und Ellbogenprotektoren kann Verletzungen bei einem Sturz mindern. Ein passender Rückenprotektor bietet zusätzlichen Schutz.
3. Robuste Motorradhose
Gewöhnliche Jeans bieten bei einem Sturz nur begrenzten Schutz vor Abschürfungen. Spezielle Motorradhosen mit abriebfestem Material und Knieprotektoren sind die sicherere Wahl.
4. Motorradhandschuhe
Bei einem Sturz versuchen viele Menschen instinktiv, sich mit den Händen abzustützen. Gut sitzende Motorradhandschuhe mit verstärkten Bereichen können die Hände besser schützen.
5. Feste Schuhe oder Motorradstiefel
Schuhe mit gutem Halt und Schutz im Knöchelbereich können helfen, Fuss- und Sprunggelenksverletzungen zu vermindern. Sandalen und leichte Freizeitschuhe sind für Fahrten mit motorisierten Zweirädern ungeeignet.
Kurven sicher durchfahren: Drei einfache Grundsätze
Geschwindigkeit frühzeitig anpassen: Vor einer unübersichtlichen Kurve sollte das Tempo so gewählt werden, dass auch bei überraschenden Hindernissen noch genügend Handlungsspielraum bleibt.
Blick durch die Kurve richten: Die Blickführung beeinflusst die Fahrlinie. Statt unmittelbar vor das Vorderrad zu schauen, sollte der Blick möglichst weit entlang des vorgesehenen Fahrwegs gerichtet werden.
Sicherheitsreserven einplanen: Nässe, Splitt, Laub und wechselnde Strassenbeläge können die Reifenhaftung vermindern. Deshalb sollte die Geschwindigkeit auch an den Zustand der Fahrbahn angepasst werden.
Nach einem Töffunfall: Richtig Erste Hilfe leisten
Wer auf einen schweren Zweiradunfall trifft, sollte zuerst die Unfallstelle absichern und die eigene Sicherheit beachten. Anschliessend über die Notrufnummer 144 medizinische Hilfe alarmieren.
Bei bewusstlosen Personen ist die Atmung unverzüglich zu überprüfen. Ein Motorradhelm kann bei Bedarf vorsichtig abgenommen werden, um die Atemwege freizumachen oder lebensrettende Massnahmen einzuleiten. Dabei sollten möglichst zwei Helfende zusammenarbeiten und Kopf sowie Hals besonders sorgfältig stabilisieren.
Ist die verunfallte Person bei Bewusstsein und atmet normal, sollte sie möglichst ruhig betreut und vor Kälte geschützt werden. Unnötige Bewegungen sind insbesondere bei Verdacht auf Verletzungen der Wirbelsäule zu vermeiden.
Quelle: Schaffhauser Polizei / Polizei.news
Bildquelle: Schaffhauser Polizei