Kanton Zug: Falsche Bankmitarbeiter bringen Seniorin um Ersparnisse – 44'000 Franken weg
Aktuell sind im Kanton Zug vermehrt Telefonbetrüger aktiv.
Eine Seniorin ist am Mittwoch (15. April 2026) in Cham Opfer eines Betrugs geworden und hat rund 44’000 Franken überwiesen. Die Polizei ruft zur Vorsicht auf.
Die Masche der Betrüger funktioniert oft nach einem ähnlichen Schema; das Telefon klingelt und am anderen Ende der Leitung meldet sich eine Person, die sich als Bankmitarbeitender, Angehöriger oder als Mitarbeitende einer Behörde ausgibt.
So geschehen am Mittwoch (15. April) bei einer Seniorin in Cham. Unbekannte Täter gaben sich telefonisch als Bankmitarbeitende aus und täuschten der Geschädigten eine angeblich unberechtigte Überweisung vor.
In mehreren aufeinanderfolgenden Anrufen bauten sie durch professionelle Gesprächsführung und vorgetäuschte interne Ermittlungen Vertrauen auf. Unter dem Vorwand, das Geld zu sichern und einen Betrugsfall aufzuklären, wurde die Frau dazu gebracht, selbst eine Überweisung in der Höhe von 44’000 Franken auf ein fremdes Konto zu tätigen.
Gleichzeitig wurde sie angewiesen, mit niemandem darüber zu sprechen. Erst im Nachhinein erkannte die Geschädigte den Betrug und informierte die Polizei.
Bei der Einsatzleitzentrale der Zuger Polizei gehen derzeit zahlreiche Meldungen aus der Bevölkerung ein, wonach mutmassliche Telefonbetrüger aktiv sind.
In vielen Fällen erkennen die Angerufenen die Betrugsversuche rechtzeitig und beenden das Gespräch.
Die Zuger Polizei warnt eindringlich vor Telefonbetrügern, die es auf das Vermögen von Bürgerinnen und Bürgern abgesehen haben.
Schützen Sie sich, indem Sie folgende Tipps beachten:
- Seien Sie misstrauisch bei unerwarteten Anrufen: Banken oder Behörden fordern niemals telefonisch zu Überweisungen auf.
- Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und beenden Sie das Telefongespräch.
- Tätigen Sie keine Überweisungen auf Anweisung unbekannter Personen.
- Befolgen Sie keine Fernanweisungen: Lassen Sie sich nicht am Telefon Schritt für Schritt durch Ihr Online-Banking führen.
- Akzeptieren Sie keine Geheimhaltung: Seriöse Stellen verlangen nie, dass Sie mit niemandem über den Vorfall sprechen.
- Kontaktieren Sie Ihre Bank immer über die offiziellen Kanäle und bekannten Telefonnummern.
- Geben Sie keine sensiblen Daten wie Zugangsdaten, Codes oder persönliche Informationen weiter.
- Lassen Sie Ihre Telefonnummer, wenn möglich, nicht in öffentlichen Telefonbüchern oder auf Online-Plattformen hinterlegen.
- Wählen Sie im Zweifel die Notrufnummer 117 und erkundigen Sie sich bei der Polizei.
- Machen Sie Verwandte und Bekannte auf diese Betrugsmasche aufmerksam.
Quelle: Zuger Polizei
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